Der aktuelle Anlass für die Entwicklung eines eigenen Ausbildungs-Curriculums „Mediator_in DGTA“ war das Inkrafttreten des Mediationsgesetzes (MediationsG). Dieses enthält eine Ermächtigung zum Erlass einer Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV). Nach deren Erlass  und Wirksamwerden darf sich „Zertifizierte_r Mediator_in“ nur nennen, wer eine Ausbildung entsprechend dieser Verordnung nachweisen kann.

Hintergründe für die Gesetzgebungsinitiative waren die Umsetzung europäischer Beschlüsse, und die Förderung außergerichtlicher Streitbeilegungsverfahren. Gleichzeitig war – schon im Interesse der Medianten – eine Qualifizierungsregelung vorgesehen. Dabei hat das Justizministerium an eine Aktivierung der an Mediation interessierten Institutionen, Kammern und Berufsverbände gedacht.

Zu den Prozessen von Mediation und Konfliktbewältigung hat die Transaktionsanalyse (TA) mit ihren Kommunikationskonzepten, ihrem psychologischen Fundament und ihren ethischen Standards viel beizutragen. Die Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse e. V. (DGTA) übernimmt für ihre Mitglieder auch berufsverbandliches (DGTA PRO) und ist auch deren Berufsverband.

Mediation ist ein interessantes und zukunftsträchtiges Betätigungsfeld für Transaktionsanalytiker_innen mit der Zusatzqualifikation Mediator_in (DGTA)

Transaktionsanalytiker_innen können mit ihrer umfassenden Qualifizierung in TA und dieser  spezifischen Ausbildung ein zukunftsträchtiges Betätigungsfeld besetzen.

Das gilt sowohl in der praktischen Anwendung von Mediation in allen Fachbereichen, in denen Transaktionsanalytiker_innen tätig sind (Psychotherapie, Beratung, Organisation und Pädagogik / Erwachsenenbildung) als auch in der Ausbildung von Mediator_innen entsprechend dem Mediationsgesetz.

Die DGTA vertritt als Fachverband die Interessen ihrer Mitglieder

Die DGTA ist in die Diskussion um die Ausbildungsanforderungen eingetreten und hat sich dem Dachverband Deutsches Forum für Mediation e. V. (DFfM) angeschlossen und kooperiert mit dem Dachverband DACH e.V., der die Mediation in Deutschland, in Österreich und der Schweiz fördert. Die vom Netzwerk Mediation der DGTA entwickelte Ausbildungsrichtlinie schafft einen Rahmen, der den zu erwartenden gesetzlichen Anforderungen an die Ausbildung angemessen ist und im Vergleich mit den großen Mediationsverbänden auf Augenhöhe bestehen kann.